14.10.2020 – Auf nach Hohwacht

Nach dem Frühstück mit Brötchen aus dem Omniatopf machen wir die Küche, die Toilette und den Fußboden sauber und entsorgen den Müll. Der Platz war gut und ruhig. Leider konnten wir nur den Müll entsorgen und eine kleine Menge Wasser entnehmen. Die Kassettentoiletten konnten jedoch entleert werden.

10:18 Uhr: Wir starten. Um 11:04 Uhr erreichen wir Citti in Lübeck, wo es eine Entsorgungsstation für Wohnmobile gibt. Währenddessen gehen Lea und Gitti zu Aldi. Nach einigen Irrwegen durch den Laden, inklusive eines unnötigen Aufstiegs, finden sie schließlich das Aldi-Schild und kehren um, um den richtigen Eingang zu finden. Schnell einkaufen, dann zurück.

Als wir wieder im Wohnmobil sind, gibt es eine Überraschung: Die Zahnstocher purzeln aus dem Schrank. Einhelliger Kommentar: „Typisch!“

12:03 Uhr: Es geht weiter. Wir wollten eigentlich in die Stadt, aber laut Radio besteht Sturmflutgefahr an der gesamten Ostsee und wir sollen Lübeck umfahren. Dort liegt der Pegel bei 1,40 Metern über Normal.

Wir fahren jetzt nach Hohwacht. Die Strecke ist landschaftlich schön, mit vielen scharfen Kurven und Höhenunterschieden. Die Bäume sind herbstlich gefärbt, es ist trocken, aber windig. Einige Bäume ragen mit ihren Kronen über die Straße, und manchmal prasseln Eicheln auf unser Wohnmobil.

13:17 Uhr: Wir halten auf dem Lidl-Parkplatz in Lütjenburg. Arne und Lea kaufen ein – Naschkatzen, wie sie sind.

13:36 Uhr: Weiter geht’s.

Nach 68 km erreichen wir einen großen Stellplatz für 20 Wohnmobile. Wir bezahlen 10 EUR am Automaten für eine Nacht. Es gibt heißen Kakao, Berliner und für Lea eine Pizzastange.

Dann machen wir uns auf, die Gegend zu erkunden. Mit den Händen in den Taschen, dicker Jacke und Mütze, heben wir fast ab, so windig ist es.

Im Ostseebad Hohwacht erwarten uns verwunschene Reetdachhäuser, Luxushotels und der Charme eines Fischerdorfes. Strandkorb-Cafés laden zum Verweilen ein. Der schöne Sandstrand, die Wälder und die einzigartige Natur sind ein echter Genuss.

Am Wasser angekommen, kämpfen Surfer gegen die Wellen. Schaumkronen tanzen auf dem Wasser – Natur pur! Feiner Sand wirbelt hoch, ein kostenloses Peeling. Wir werden ordentlich durchgepustet. Ein Steg lädt zum Betreten ein, Wasser spritzt hoch und Lea wird nass, strahlt dabei über das ganze Gesicht.

Nach diesem aufregenden Abenteuer kämpfen wir uns gegen den Wind zurück auf den Stellplatz. Dort schlafen wir, relaxen, lesen und machen es uns gemütlich. In der Nacht schaukelt es gewaltig; der Wind wird stärker.