Reisetagebuch: Niebüll und unsere erste Nacht auf dem Stellplatz
Unser Plan war, um 09:00 Uhr loszufahren, aber bei uns geht’s erst los, wenn zu Hause alles aufgeräumt ist – Gitti ist da ganz genau. Schließlich ging es dann um 10:47 Uhr in Richtung Niebüll, nachdem Arne sich noch schnell ein zweites Paar Schuhe geholt hatte. Ankunft: 12:15 Uhr.
Ein erster Blick auf Niebüll
Niebüll liegt umgeben von den fruchtbaren Marschen der Region. Die Stadt wurde erstmals 1436 erwähnt und erlebte ab 1920, mit der neuen Grenze zwischen Deutschland und Dänemark, einen Strukturwandel. Wohn- und Behördenhäuser, Schulen und mehr wurden gebaut, während die Zahl bäuerlicher Häuser zurückging. Heute ist Niebüll der perfekte Ausgangspunkt für Erkundungstouren nach Dänemark, zu den Inseln und den Halligen.
Dank des stetigen Westwinds ist die Luft hier besonders rein, und das Klima ähnelt dem der Inseln, nur mit etwas weniger Wind. Urlauber finden hier ein breites Angebot an Aktivitäten, und die weiten Landschaften zwischen Marsch, Geest, Deich und Wald laden zur Erholung ein – ideal für Körper und Geist.
Ankunft und Erkundung
Bevor wir uns auf den Wohnmobilstellplatz begaben, kauften wir noch schnell bei Edeka ein. Praktisch: Der Laden hat auch sonntags geöffnet und ist echt gut sortiert! Insgesamt haben wir 87 km bis zum Stellplatz zurückgelegt. Dieser liegt hinter einem großen Parkplatz und direkt an einer Bushaltestelle, was ihn gut erreichbar macht. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine Schwimmhalle.
Die Kosten für den Stellplatz belaufen sich auf 5,00 EUR pro 24 Stunden und 1,00 EUR für Strom (2000 kW/h). Nach einem kurzen Spaziergang von etwa 500 Metern erreichten wir die Ladenstraße, die auch am Sonntag zum Bummeln einlädt. Sehr gepflegt, mit Bänken zum Ausruhen und einem kleinen Wasserspiel, das vor sich hin plätschert. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages wärmten uns, bevor wir uns im Wohnmobil mit Kuchen von der Bäckerei Sönke Petersen gemütlich machten.
Ein entspannter Abend
Während Arne und Rolf ein Nickerchen machten, spielten Lea und Gitti eine Runde Trivial Pursuit auf der PlayStation. Obwohl Gitti anfangs Schwierigkeiten hatte (links und rechts verwechselt!), hat sie sich überraschend gut geschlagen. Zwischendurch gab es einen heftigen Regenschauer, doch bald darauf zeigte sich wieder die Sonne.
Internet gibt es hier zwar, aber keinen Datenzugang. Zum Glück können wir über Arnes iPhone fernsehen und schauen uns auf NDR die Sendung Wunderschön an – ein toller Bericht über die Schlei von Schleimünde bis Schleswig und Damp. Sehr zu empfehlen!
Leckeres Abendessen – fast perfekt
Am Abend bestellten wir bei „Papas Döner“ Essen. Nach etwa 1,5 Stunden kam es an, immer noch heiß und sehr lecker! Unsere Bestellung: Schnitzel Hawaii, Jägerschnitzel, Dönerteller und Pizza Wilder Westen. Leider wurden bei den Schnitzeln die Pommes vergessen, aber es gab reichlich – pro Person sogar zwei Schnitzel. Für alles zusammen zahlten wir 36,00 EUR.
Gute Nacht im Wohnmobil
Nach dem langen Tag waren wir alle müde. Doch die Heizung war zu hoch eingestellt, sodass sich Lea zur Abkühlung für etwa eine Stunde auf den Fußboden legte.
05.10.2020
Um 09:00 Uhr standen wir auf. Arne und Lea holten frische Brötchen bei Bäcker Sönke Petersen – knusprig, frisch, einfach lecker. Wir ließen uns Zeit und genossen ein ausgiebiges Frühstück.
Um 12:23 Uhr erledigten wir dann die Entsorgung von Toilette und Grauwasser.
Update:
Seit dem 01. Juli 2023 ist der Wohnmobilstellplatz wegen Abriss und Neubau der Südtondernhalle bis auf Weiteres gesperrt!!!
Auch Strom, Wasser und die Sanistation stehen nicht zur Verfügung.
Es besteht jedoch die Möglichkeit sich kostenlos und autark auf dem angrenzenden Parkplatz zu stellen.